Das nennen wir Verantwortung für die Zukunft !

„Jute statt Plastik“ hieß es schon vor 40 Jahren. Am Klausener Platz unweit vom Schloß Charlottenburg starteten die Händler die Kampagne „Kiezbaum statt Platiktüte“. Mit rund 440.000 Bäumen und Sträuchern ist Berlin so grün keine andere Stadt. Elf Ahornbäume konnten jetzt dank eingesparter Plastiktüten gepflanzt werden. Der Dank der Bäume geht auch auch an S-Bahn Berlin und die Bio Company für die Aktion „Mein Becher für Berlin“. Jährlich wandern ca. 600.000.000 to go-Becher in den deutschen Müll. Ein Becher aus Bambus ersetzt nun den Pappbecher. Er ist abwaschbar und darf auch in die Spülmaschine. Das nenne ich „Verantwortung für die Zukunft“ übernehmen. 

Übrigens: Den Klausuren Platz besuchen wir natürlich auch auf unserer Kieztour durch Charlottenburg.

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Was wären wir ohne unsere Geschichte?

Zum „Plötzenseer Abend“ sprach Monika Grütters (Staatsministerin für Kultur und Medien) am 27.Oktober 2016 vor rund 90 Zuhörenden zum Thema „Erinnerungskultur – Verantwortung für die Zukunft“. Sie ließ keinen Zweifel an Notwendigkeit und Dringlichkeit, Erinnerungen wach zu halten, zu pflegen und weiterzugeben. Durch die Beschäftigung mit Vergangenheit und dem Bewahren von Erinnerung würde ein Fundament für Gegenwart und Zukunft gelegt, so Grütters. Die Rede von Monika Grütter finden Sie hier zum Nachlesen.

Wir von Erlebe die Stadt glauben fest daran, dass das Wissen um die Geschichte der eigenen Familie das Verständnis für größere historische Zusammenhänge fördert. Was wären wir alle ohne unsere Geschichte? Wäre es nicht eine schöne Idee, sich an Ihre eigene Geschichte zu erinnern: Wann Sie geboren sind? Bis zu welchem Datum reicht die älteste Erinnerung in Ihrer Familie zurück? Bis wohin können Sie Ihren Familienstammbaum verfolgen? Durch die Erinnerungen der eigenen Eltern, der Großmütter, an die Urgroßonkel oder noch entferntere Verwandte reichen unsere Wurzeln zurück in Zeiten, die Teil einer größeren Geschichte war. Wer sich seiner eigenen Familienerinnerungen – als Fotos, in Briefen, aus Erzählungen und vielleicht in Form eines Stammbauch, bewusst ist, spürt, dass unser Handeln Einfluss hat auf die  Zukunft unserer Kinder, Enkel.

Ich teile gerne meine Erinnerungen mit Ihnen: Ich bin vor 50 Jahren geboren und damit ein Kind der Deutschen Teilung . Die älteste Erinnerung, die meine Familie mütterlicherseits hat, ist die Geburt des Ur-Ur-Ur-Großonkels Freese zwei Jahre, nachdem Napoleon bei Leipzig geschlagen worden war. Ich lade Sie ein, an Ihre Familienerinnerungen zu denken, sich Fotos anzuschauen. Ich freue mich, wenn Sie spüren, dass wir alle mit unseren persönlichen Erinnerungen in größere weltgeschichtliche Zusammenhänge eingebunden sind. Wir alle fügen den Geschichtsbüchern neue Seiten hinzu. Wenn wir wissen, woher wir kommen, warum wir heute so leben wie wir leben und welche Spuren wir hinterlassen, gibt es uns Sicherheit und schärft das Bewusstsein für verantwortungsvolles Handeln.

Unsere Back to Your History-Tour ist das Persönlichste, was man sich als Stadtführung denken kann. Wir begleiten Familien dabei, ihre eigenen Wurzeln zu erleben. Wie würde es sich für Sie anfühlen, über die Straßen zu laufen, die Ihre Vorfahren tagtäglich auf dem Weg zur Arbeit gegangen sind? Was würde sich in Ihrem Leben verändern, wenn Sie die Häuser befühlen könnten, in denen sie gelebt haben? Zeigen und erzählen Sie uns Ihre Erinnerungen und wir führen Sie auf den Spuren Ihrer Vorfahren zurück in Ihre eigene Geschichte.

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Umberto Eco ist tot.

Einer meiner Idole ist am Freitag im Alter von 84 Jahren gestorben.

Seid ich „Der Name der Rose“ zu Weihnachten 1984 geschenkt bekam, habe ich die Geschichte von William von Baskerville und Adson von Melk unzählige Male gelesen. Wie oft? Ich weiß es wirklich nicht. Seine Art Geschichte, Kultur, Philosophie des Mittelalters spannend miteinander zu verbinden und lebendig zu erzählen, hat mich immer fasziniert. Und letztlich ist Umberto Eco einer der Gründe, warum mein Herz für die Geschichten hinter der Geschichte schlägt.

„I am a philosopher,“ he was quoted as saying. „I write novels only on the weekends.“ (Umberto Ecos Zitat)

 

Die aufgeschlagenen Seiten

Das geht runter wie Öl ;-) – Kundenfeedback

Das geht runter wie Öl ;-) – Kundenfeedback

Liebes Erlebe-die-Stadt-Team,

wir haben nun die Erich Kästner-Tour („Parole Emil“) gemacht und kommen aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. Lebendig, mit viel Hintergründen und die Kleinigkeiten, die Schokolade oder das Butterbrot, einfach genial. Hinzu kommen dann solche Hinweise zum Mampe-Haus (heute McDonald) und die unter Denkmalschutz stehende Inneneinrichtung, echt ein Grund mal zu „Mäckes“ zu gehen oder die Geschichte zu den Berliner Kinos und zu all unseren dazwischen gestellten Fragen gibt es Antworten.

Nun, dies war mal eine etwas andere Tour im Gegensatz zu Kreuzberg oder den Hackeschen Höfen. Toll ist es generell, dass so viele Hintergründe erzählt werden. Wenn jemand denkt, er kennt alles, dann sollte er mal mit Euch eine Tour machen. Mir sind immer noch Dinge wie der Friedhof in Kreuzberg (E.T.A. Hoffmann) oder der Kreuzberg selber (mit Wasserfall) oder die Sarotti-Höfe in Erinnerung. Natürlich auch die Blindenwerkstatt in den Hackeschen Höfen und so vieles mehr!! Leute, macht nicht die Bustour für EUR 10,00, da könnt Ihr auch die Bus-Linie 100 für EUR 2,70 nehmen. Wenn Ihr wirklich was über Berlin hören und sehen wollt, hier seid Ihr richtig!

Nochmals, liebe Frau Manthei, vielen Dank für die Führung in der vergangenen Woche. Wir kommen wieder, versprochen!

Auf den Spuren von Emil und Erich Kästner

Auf den Spuren von Emil und Erich Kästner

„Parole Emil“!

Die Verbrecherjagd in „Emil und die Detektive“ fasziniert noch heute. Mit 30 Jahren wollte Erich Kästner einen Namen haben, mit 35 anerkannt sein und mit 40 ein bisschen berühmt. Mit dem Kinderbuch der anderen Art gelang ihm Letzteres schon mit 30 Jahren wie über Nacht. Und das eigentlich nur, weil er nicht wußte, wie viele Beine ein Walfisch hat.

Start dieser Stadtführung ist der Bahnhof Zoologischer Garten. Rund um die Kaiser-Weichem-Gedächtnsikirche ließ sich Kästner inspirieren und beginnt auch die Jagd nach dem Mann mit dem steifen Hut. Wo wurde der erste Kinofilm uraufgeführt? Wo wohnte Erich Kästner? Wie sah es damals in den Straßen aus? Kennen Sie den Ort, wo die Jungs von Pony Hütchen mit Butterbrötchen und Kaffee versorgt wurden, bevor sie den Verbrecher umzingelt hatten? Wo das Polizeipräsidium stand – damals das zweitgrößte Gebäude in Berlin – kann man heute shoppen gehen.

Das und noch vieles mehr, erfahren Sie auf der Stadtführung „Parole Emil“!

Start: Eingangshalle Bahnhof Zoologischer Garten, unter der der Anzeigetafel der ankommenden und abfahrenden Züge

Dauer: 2 Stunden

Die Stadtführung wird zu Fuß und den öffentlichen Verkehrsmitteln durch geführt. Bitte gültige Fahrscheine mitbringen!

 

Da kann man nur noch „Danke“ sagen.

Erlebe die Stadt sagt 1000 Dank ( oder besser gesagt 5.800.000 mal ) an alle Gäste, die in der ersten Jahreshälfte mit uns eine Stadtführung inBerlin oder Potsdam gemacht haben. Wir freuen uns auf alle kommenden Schulklassen, Reisegruppen, Individualtouristen und natürlich die Berlinerinnen und Berliner, die die Geschichten hinter der Geschichte hören möchten.

Zum Nachlesen gibt es hier mehr Infos.

Freundschaftsinsel Potsdam

Erlebe die Stadt sieht die weite Welt

Am Dienstag war ich auf dem Wasser mit dem Tagungsboot „Albero“ unterwegs. Vom Anleger an der “ Dove Elbe“ ging es über kleine urige Wasserstrecken auf der Bille bis zum turbulenten Hamburger Hafen. Hier lag der rieisge „Dampfer“ QUEEN ELISABETH vor Anker. Der Kapitän nannte diese etwas andere Rundfahrt „Hamburg spezial“. Toll war’s. Nächstes Jahr kommt die Albero auch nach Berlin. Dann  gibt es als Schmankerln zum Schaukeln über Spree und Havel exklusive Geschichten hinter der Geschichte zu zu Berlin und Potsdam bei einer Stadtführung per Schiff. Die „Albero“ ist jetzt schon buchbar für exklusive Besprechungen und Meetings unter beredsam.space.

Tagungsboot Albero

Geschichte und Politik zum Anfassen

Größtes Kompliment einer Schülerin: „Schon dafür hat sich die Führung gelohnt!“ Der Geschichtsleistungskurs aus Mönchengladbach war begeistert! Der Termin im Bundestag wurde gecancelt. Mit mir auf der Straße gibt es Geschichte live! Und die winkende Kanzlerin (im roten Blazer!), die ihren Gast verabschiedet, noch dazu!  Und die Jungs waren von den vorbeifahrenden Motorrädern in Formation beeindruckt! Mit eigenen Bildern und Erinnerungen im Kopf werden sie sich das kommende Schuljahr aufs Abitur vorbereiten!IMG_3114

Mein erstes Foto vom Brandenburger Tor

Ich bin mit der Mauer groß geworden. Unten im Südosten von West-Berlin. Sonntags- und Feiertagsspaziergänge führten immer an der Mauer entlang zum Müllberg  – heute Dörferblick, damals blickten wir ins Niemandsland und hörten die Wachhunde bellen.

Es muss 1976 gewesen sein, da habe ich mit meiner Oma eine Stadtrundfahrt gemacht. Stolz wie Oskar hatte ich meinen Fotoapparat dabei. Wie heute hielt der Bus am Brandenburger Tor. Ein unscharfes etwas schiefes Foto habe ich gemacht, vom Tor, das unerreichbar schien. Damals stand es mutterseelenallein im Grenzstreifen – davor die Mauer. Dort, wo heute der Verkehr braust, stand damals der warnende Hinweis: „Sie verlassen jetzt West-Berlin“. Kurz nach dem Mauerfall bin ich mit meinen Cousin aus Ost-Berlin das erste Mal durch das Brandenburger Tor gelaufen. Ein Foto davon gibt es leider nicht, aber die Erinnerung daran ist noch sehr, sehr stark. Und wirklich – jedes Mal, wenn ich heute mit einer Gästegruppe durch das Brandenburger Tor spaziere, ist es ein tolles Gefühl, hindurch zu gehen, die Säulen anfassen zu können und auf dem Pariser Platz zu stehen.

Das Brandenburger Tor 1976